... kauft teuer

Wir bezweifeln schon ganz grundsätzlich die Sinnhaftigkeit einer rein quantitativen Erfassung des Werts rechtsanwaltlicher Leistungen aus einem ganz anderen, unseres Erachtens viel wichtigeren Grund: Es entspricht einfach nicht dem Wesen intellektueller, geistigen Leistungen, sie ausschließlich und allein nach dem dafür erforderlichen Zeit-Aufwand zu erfassen.

Abgesehen davon, dass die für eine derartige Verrechnung unvermeidbar voraus gesetzte, penibelste, „Zeit-Erfassung“ (statt „Leistungs-Erfassung“) dazu verleiten muss, den Umfangs-Aspekt allzu sehr in den Vordergrund zu rücken, und – möglicher Weise auch, um mehr zu verdienen – auch mehr Zeit in lukrative Arbeit zu investieren, als vielleicht tatsächlich notwendig ist, sehen wir das Problem viel tiefer:

Ein guter, wenn nicht sogar der wichtigste, Teil der anwaltlichen Arbeit besteht nicht aus quantitativen, sondern qualitativen Aspekten: ein rechtliches Problem von Anfang an in seinen entscheidenden Dimensionen zu erfassen, zunächst richtig zu diagnostizieren, um dann die richtige Therapie möglich zu machen, Ideen zu entwickeln, Kreativität zu entfalten, ist in weiten Bereiche keine Frage der Zeit, die dafür zur Verfügung steht, sondern der Phantasie und einer spezifisch juristischen intellektuellen Begabung.

Unser Plädoyer gegen den Stundensatz (auch wenn wir notfalls sehr wohl auch zu derartigen Vereinbarungen bereit sind) speist sich aus der Überzeugung: Weniger ist mehr! – Und daher manchmal auch: Wer billig kauft, kauft teuer. – Oder noch anders formuliert: Was wir bieten wollen, ist Klasse statt Masse.





DDr. FÜRST

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